Sportosteopathie: Was bedeutet das?

Sportosteopathie: Was bedeutet das?

Inhaltsverzeichnis

Sportosteopathie

Sport findet immer mehr Einzug in den Alltag der Menschen in Deutschland. Die Anzahl von Menschen, die mindestens einmal wöchentlich Sport machen, ist in den letzten Jahren von 36 auf 53% gestiegen, so der Freizeit-M.onitor 2026 in einer repräsentativen Umfrage.

Ob für den Marathon trainieren, die 7,4 km Alsterrunde walken, Fußball spielen, Tanzen, Yoga, Schwimmen oder ins Gym gehen - Wer seinen Körper fit hält, reduziert das Risiko an gefährlichen Krankheiten des Herz- Kreislauf- Systems und des Stoffwechsels zu erkranken und bleibt auch im hohen Alter noch fit genug für die Herausforderungen des Alters. Allerdings spielen mit Durchführung von Sport auch Überlastungssymptomatiken, Bewegungseinschränkungen und Verletzungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Je nach Sportart fallen unterschiedliche Belastungen für den Körper an, die hohe Anforderungen an Stabilität und Mobilität des Systems stellen. So muss beispielsweise eine Achillessehne Beschleunigungen in kurzer Zeit ausführen- und abbremsen können. Hierfür sind Zusammenspiel aus Knie und Sprunggelenk bis zum Becken notwendig. Und die Muskulatur des gesamten Körpers muss in möglichst hoher Synchronizität agieren, um die Last auf die Sehne selbst zu minimieren.

Fällt nun eines dieser Systeme aus (Gelenk ist blockiert, Muskel steuert nicht gut an) erhöht sich das Verletzungsrisiko aus osteopathischer Sicht signifikant.

Was ist Sportosteopathie?

Hier setzt die Sportosteopathie an. Sie verbindet das ganzheitliche Betrachten des Körpers mit sportartspezifischen Anforderungen. Der Körper wird als funktionelle Einheit betrachtet und untersucht, welche Zusammenhänge an der Entstehung von Beschwerden beteiligt sein könnten.

Die Inspektion und Funktionsuntersuchung des Körpers geschieht hier insbesondere unter Berücksichtigung der körperlichen Anforderungen der AthletInnen und wo eine eventuelle Schwachstelle besteht, um präventiv oder auch rehabilitativ zu unterstützen.

Klassich kann es sich hier um Bewegungseinschränkungen von Muskeln und Gelenken handeln. Aber auch die Einschränkung der Mobilität eines oder mehrerer Organe wie Leber und Darm können sowohl über den Zug derer Aufhängungen für Schmerzen sorgen (Seitenstechen, Rückenschmerzen), als auch über deren Reiz auf das nervale System (Leberprobleme können Schulterschmerzen rechts verursachen, Darmprobleme unter anderem ein “Psoas- Syndrom”). Lesen SIe bei vorhandenen Problemen mit der Verdauung gerne hier mehr zum Thema.

Die Osteopathie steckt hierbei aber nicht in Schubladen. Es wird individuell betrachtet, getestet und evaluiert, um Antworten auch auf hartnäckige Beschwerdesymptomatiken liefern zu können.

Kombiniert mit der Expertise aus Physiotherapie und Osteopathie sind alle unsere TherapeutInnen für Sie mit dem Know- How ausgestattet, Sie individuell bei der Behandlung und Prävention von Beschwerden für den nächsten Wettkampf zu unterstützen- oder auch einfach das gesunde Altwerden zu begleiten.

Für wen ist Sportosteopathie geeignet?

Für jeden, der in irgendeiner Form sportlich aktiv ist. Egal ob Leistungssportler oder Amateur.

Für alle, die eine akute Verletzung haben, Beschwerden nach einer Verletzung trotz anderer Therapien resistent sind, die ihre Leistung optimieren oder Verletzungsprophylaxe betreiben wollen.

Präventiv wollen wir das Risiko für Verletzungen reduzieren, indem Einschränkungen oder Defizite rechtzeitig erkennen und Ideen für deren Ausgleich anbieten. Das können muskuläre Dysbalancen sein, Gelenkfehlstellungen, oder viszeral (organisch) bedingte Fehlhaltungen, die unter wiederholt hohen Belastungen  zu Überlastungsbeschwerden führen.

Für wen ist Sportosteopathie eher nicht geeignet?

Die Sportosteopathie ist genau dann nicht erste Wahl, wenn es sich um die akute Rehabilitation eines isolierten Strukturdefektes, eventuell sogar mit nötiger Operation handelt. So ist zum Beispiel die Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss oder einer Gelenklippen- OP der Schulter (Labrum- Läsion) besser bei der klassischen Physiotherapie aufgehoben. Hier sollten mehrere Einheiten wöchentlich, im Idealfall im Zusammenspiel physikalischer, passiver und aktiver Therapie angewandt werden.

Die Osteopathie wird dann wieder im subakuten Stadium der Rehabilitation interessant

Kann ich nach der Behandlung am selben Tag wieder Sport durchführen?

In dringend notwendigen Fällen (vor Wettkämpfen und in entscheidenden Phasen zu deren Vorbereitung) ist dies möglich. Da wir den Körper durch die Behandlung allerdings in seinen Stoffwechseln regulieren möchten, berichten viele PatientInnen von Erschöpfung nach der Behandlung (mehr Informationen dazu finden Sie hier). Eine darauf folgende, sportliche Aktivität könnte den Behandlungserfolg eventuell schmälern, weshalb wir am liebsten eine Pause bis zum nächsten Tag empfehlen.

Wo kann ich eine Sitzung für Sportosteopathie buchen?

Buchen Sie einfach über Doctolib Ihre sportosteopathische Sitzung: Einfach hier klicken!

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Mo 9:30–19:30 · Di 8:00–19:30
Mi, Do 9:00–19:30 · Fr 8:00–16:30